Goldene Krone Darmstadt Goldene Krone Darmstadt
Pleil / Indie & Stromgitarren-Folk
Freitag 07.08.2020
Kneipe
Einlass: 19 h/ Beginn: 22 h     / Eintritt frei
"Ich frag’ mal so: liest sich heutzutage noch jemand durch einen
Lebenslauf? Referenzen? Namedropping you wish? Okay, das Nötigste in kurz:
Marco Pleil steht auf BĂĽhnen seit 1990 und ist mit seiner ersten Band
„Strange“ (file under: Pop-Punk) und dem gleichnamigen Debüt-Album 1996,
nach unzählbaren Konzerten, letztendlich bei „Rock am Ring“ gelandet (und
das Album später auch in den USA). Ab 1999, nach Auflösung von Strange
und Kreativpause, hat er dann als/mit „Cloudberry“, nach einem kurzen
Single-Ausflug bei der EMI, vier Alben veröffentlicht und Shows mit u.a.
Editors, Nada Surf, Breeders, Ash, Rivals Schools gespielt, abenteuerliche
Übernachtungen auf WG-Böden und Backstage-Sofas inklusive. Das volle
Programm also (fĂĽr Puristen). Okay, eine Nightliner-Tour fehlt ihm noch,
aber sein RĂĽcken sagt Danke! Das Rolling Stone-Magazin schrieb seinerzeit
über Cloudberry’s letztes Album „The Closer We Get“: „…klingt ein wenig,
als hätte man versucht, Britpop und US-Collegerock zusammenzudenken.
Zeitgenossen könnten an eine rauere Ausgabe von Miles denken.“

2011, nach der Implosion von Cloudberry, dann letztendlich Marco’s
Entschluss alleine auf die BĂĽhne zu gehen. Wie? Irgendwie! Strom-Gitarre &
(ab sofort deutscher) Gesang eben. Im Studio eine Digital-EP
zusammengeschraubt („Punkt.statt,Komma“), dann einfach mal ein paar
Konzerte gespielt, ausprobieren: Bühne groß/mittel/klein, Café, Club,
Festivals. Die Konzerte werden zahlreich, u.a. auch mit Szene-Größen wie
Therapy? (Akustik-Tour), The Wedding Present, Wayne Hussey (The Mission),
Tito & Tarantula und ein Besuch auf dem renommierten Maifeld Derby. Die
Idee ein Solo-Album zu machen reift. Ein erster Versuch mit Produzent Ekki
Maas von der Band „Erdmöbel“ fruchtet in 2 Songs („Zerstörer“, „Gemeinsam
Einsam“) und einer DIY CD-Single, die Pleil eifrig auf Konzerten an den
Mann und die Frau bringt. „Wie Kettcar solo“ meint der Flight13-Mailorder,
„ Ich lege diese Songs denjenigen ans Herz, die Changes von David Bowie
lieben und offen sind für Tocotronic und Britpop.“ schreibt das
Online-Magazin „Musicampus“.

2018 schickt Marco dann eine Mail an Christian Bethge (Produktionen u.a.
fĂĽr Messer, Laura Carbone, Gewalt, Stella Sommer). Ein Telefonat und eine
Nacht drĂĽber schlafen dann die Entscheidung: mit dem wird er sein erstes
PLEIL-Album aufnehmen! Im Mai 2019 ging es fĂĽr 5 Tage ins RAMA-Studio nach
Mannheim. Bei der Produktion arbeiten Pleil und Bethge betont
minimalistisch und verzichten komplett auf Akustikgitarren und Percussion,
lediglich ein paar Overdubs und Marcos gedoppelter Gesang fĂĽllen
atmosphärische Lücken. „Die Spur des Kalenders“ ist lo-fi, rau und direkt.

„Als würden Guided By Voices nüchtern The Cure’s „Kiss Me, Kiss Me, Kiss
Me“ covern. Auf Deutsch“"


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